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"Neue Bären", 2009-2012
Eine Reihe bestehend aus 8 Gemälden unterschiedlicher Grösse. Die Gemälde wurden in verschiedenen Techniken hergestellt.



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Das Konzept/Hintegrund:

Die meisten Gemälde dieser Reihe wurden in Ölfarben auf Leinwand gemalt. Das Gemälde "Der Ballerina Bär" (Nr. 7) ist dagegen eine Übermalung eines Portraits von Sebastian Bieniek, das ursprünglich von einem georgischen Maler gemalt wurde. Einige der Gemälde sind zufällig entstanden bzw. wurden vorgefunden. So ist der Universalbär (Nr. 2) ursprünglich eine Farbpalette gewesen, bis Sebastian Bieniek einen Bären darin "entdeckte" und ihm den Namen "Universalbär" verlieh. Ähnlich verhält es sich mit "Der Traurige Bär". Auch diese Arbeit
wurde "vorgefunden". Sie war usprünglich eine Platte auf der der Künstler seine Werkezeuge ablegte. Auch hier entdeckte er einen "Bären",
der schließlich den Namen "Der Traurige Bär" (Nr. 5) bekam. Nennenswert ist auch "Der Ausgesetzte Bär". Dieses Gemälde hat Sebastian
Bieniek (von einem unbekannten Maler gemalt) neben einem Mülleimer in Kreuzberg lieged vorgefunden, es mitgenommen (adoptiert)
und es "Der Ausgesetzte Bär genannt". Der "Secret Agent Bear Icognito" (Nr. 3) musste dagegen drei Jahre (2009-2012) warten bis er seinen
letzten Schliff bekam. Dieser bestand aus der roten Nase, die ihm Sebastian Bieniek 2012 aufsetzte und ihn "Secret Agent Bear Icognito"
benannte. Ähnlich verhielt es sich mit "The Unfinished Bear" wobei diese Arbeit lediglich im Jahr 2012 ihren Titel erhielt.


Sebastian Bieniek im August 2011 mit dem Georgischen Künstler Otari Arisheli, der ein Portrait von S. B. malte, das 2012
von S. B. übermalt wurde und den Namen "Ballerina Bär" (NB06) erhielt


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Im Unterschied zu der 2009 entstandenen Bärenreihe, bei der ich nach einer Lösung für das Bild innerhalb des Bildes (des bespannten Keilrahmens) gesucht habe, und an diesem so lange gearbeitet hatte, bis ich eine Lösung gefunden habe, ist in der Neue Bären Reihe diese Suche auf theoretisch alles ausgedehnt worden. Egal ob ein Bild, welches ein Unbekannter in die Mülltonne geworfen hatte und in dem ich einen „Bären“ entdeckte, oder meine eigene Palette, oder eine Ablage für Spachteln, die ich zur Renovierung meiner Wohnung benutzt hatte – alles worin ich einen Bären sehe, kommt in diese Reihe rein.

Ich nennen diese Vorgehensweise „Outsourced Art“. Im Unterschied zu Ready Made suche ich nicht ausschließlich nach etwas was – sagen wir mal – „Etwas hat“, sondern vielmehr nach etwas was sich schon in eine bestehenden Reihe und Tradition (die Tradition der Bärenreihe und die Tradition der Titel, mit denen ich meine Bilder benenne) einordnet.

Mir kommt diese Vorgehensweise gerade – für mich – angebracht vor. Ich möchte mehr rausgehen. Das Bestehende auf anderes ausweiten.  Parallel arbeite ich unter anderem an der Reihe „Portrait als Planet“ (als Ergebnis der Arbeit an dieser Reihe ist die „Brush Rotations“- Reihe entstanden), zu der ich meine Facbook Fans, die ich 2009 für die Serie „My Facebook Fans“ vom Foto abgemalt habe, zu mir Nachhause eingeladen habe und die mir für die Reihe Modell stehen werden.

(Sebastian Bieniek, 2012)







"The Bear Who's Watching The Rain Falling" (NB01). 30 cm. x 24 cm. Öl auf Leinwand. 2010

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"Universalbär" (NB02). 30 cm. x 24 cm. Öl auf Leinwand. 2010

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"Secret Agent Bear Icognito" (NB03). 100 cm. x 80 cm.
Öl auf Leinwand. 2009-2012

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"Der Traurige Bär" (NB04). 65 cm. x 50 cm. Spachteln und Reste einer
Spachtelmasse auf MDF. 2012

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"Der Ausgesetzte Bär" (S.B. fand dieses Gemälde neben einer Mülltonne, gab
ihm einen Namen und seine Unterschrift) (NB05). 100 cm. x 70 cm. Öl auf Leinwand. 2012

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"Der Ballerina Bär" (Von S.B. übermaltes Portrait von S.B., das ursprünglich v.d. georgischen
Künstler Otari Arisheli gemalt wurde) (NB06). 49,5 x 40 cm. Öl auf Leinwand. 2011-2012

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"Last Bear's Standing" (NB07). 40 x 30 cm. Öl auf Leinwand. Öl auf Leinwand. 2012

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“The Unfinished Bear“ (NB08). 100 x 80 cm. Öl auf Leinwand. Öl auf Leinwand. 2009-2012

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