ZOOLAMAR (30.12.2010)
Sebastian Bieniek und die gemalten BildergeSchichten
http://www.zoolamar.com/2010/12/30/sebastian-bieniek-und-die-gemalten-bildergeschichten/
2007:
Fritz Radio (Radio-Interview zu dem Film "Die Spieler")
2003:
Die Tageszeitung (06.2003, von Brigitte Werneburg)
"...Und hier gibt es im Moment die Chance, den Arbeitsbegriff der Industriegesellschaft in dem der postmodernen Dienstleistungsgesellschaft (der man den Kunstbetrieb zurechnen darf) widergespiegelt zu sehen. Etwa im Video "Importexport" von Sebastian Bieniek, in dem "West"-Promotion und illegales Zigarettenverkaufen sich zu einer ebenso hybriden Situation verknäulen, wie sie der Kung-Fu-Westernmix mit Jackie Chan evoziert, den der junge polnische Künstler in seine 13 Minuten Straßenvideo reingeschnitten hat..." (ganzer Artikel, bitte unter Presse nachsehen)
(Der Artikel bezieht sich auf)2002:
Schön massiv, schnell verschmiert
Mit seinen Gesichtslandschaften möchte sich Sebastian Bieniek in der Galerie 35 auch Gedanken zu Zeit-Räumen machen
Seit je sind Künstler fasziniert von dem Gleichnis zwischen Landschaft und menschlichem Körper. Zahlreiche Fotografen mit einer Masse von Beiträgen zu diesem Thema, Surrealisten wie Dalí, die mit den Kurven erotisierte, absurde Landschaften erzeugten, oder Regisseure wie Anthony Minghella, der sein Epos "Der englische Patient" mit dem Blick auf eine schier endlose Wüstenlandschaft begann und die Bilder mit einer Erzählung aus "Tausendundeiner Nacht" unterlegte, beziehen sich auf die uralte Tradition: der Verbindung von Frau und Natur. Sebastian Bieniek bricht mit seiner Arbeit dieses stereotype Prinzip. Die Porträts mit den harten Konturen eines Männergesichts, das mit dem beschmiert ist, was uns von der Werbung gern mit einem jungen Frauenkörper verkauft wird, Nivea-Crème, funktionieren vielschichtiger. Die Fotografie nutzt er lediglich, um seine Skulpturen, die mit malerischen Mitteln geschaffen wurden, in Szene zu setzen. Das wiederkehrende Motiv in seiner Arbeit ist jedoch der Versuch der Menschen, den Zeit-Raum zu begreifen, ihn zu manipulieren. Mit diesen Werken scheint der Künstler, der in der Vergangenheit eher durch drastische Performances auffiel, wunderlich brav geworden zu sein. Vielleicht sollten sich die Vernissagengäste in der Galerie 35 gerade deshalb auf eine Überraschung vorbereiten. Denn oft trügt der erste Eindruck.
(Die Tageszeitung vom 14.06.2002, Link)
(Der Artikel Bezieht sich auf)2000:
Quest-France (16 Okt. 2000, Frankreich)

L'info METROPOLE (Okt. 2000, Frankreich)

Cellesche Zeitung (13, Dez. 2000)

1999:
WELT ONLINE (Rückblick auf das Berliner Kunstjahr, 1999, Deutschland)
..."Sebastian Bieniek schließlich versteckte sich selbst in einer weißen Säule und streckte seinen blutenden Arm den Besuchern im Postfuhramt entgegen. Die Ausstellung mit junger, experimenteller Kunst, die dort im Frühjahr auf Initiative der aktions galerie zu besichtigen war, machte Staunen über Kraft und Frische der Installationen und Performances. Vom Museumsbetrieb wird diese junge Kunst noch recht stiefmütterlich behandelt..." (ganzer Artikel)
ARS-il nuovo nell'arte antica e moderna (09.Sep.1999, Italien)
"...Von einzigartiger Kraft ist die
Performance "hand without a body" von Sebastian Bieniek; eine weiße
Säule erhebt sich in der Mitte eines Ganges, auf einer Seite befindet
sich eine Öffnung, auf Maß geschnitten für einen Arm des Künstlers, der
Künstler befindet sich im Inneren, unsichtbar bis auf eben diesen Arm,
in den jeden Tag ein Schnitt eingeschnitten wird, und blutet. (...)
Ein
Bezug setzen mit dem Künstler ist nicht möglich, er ist nicht da, so
bleibt man alleine zurück, vor einer Welt von Hinweisen die in Trümmer
geht..."
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Steinschlag (06.1999, Deutschland)
"...Auf der Ausstellung über
junge Kunst, die im Mai im Postfuhramt stattgefunden hat, war ein
weißer, geschlossener Zylinder zu sehen, der den Blicken nur einen
Arm freibot. Der Arm wirkte isoliert, wesenlos. Man musste sich
kurz daran erinnern, das sich am Arm (in aller Regel) ein Mensch
befindet. Der Arm sah seltsam genug aus. Hässliche Narben reihten
sich wie Kerben übereinander und aus der
frischesten Kerbe floss
noch Blut. Auf einmal war der Schmerz sehr nahe, ungestillt,
lebendig und durchdringend. Die Reaktionen der besucher ähnelten sich.
Sie schauten mehrmals hin. Einmal: Was ist das denn? Zweimal: Ist
das ein Arm? Dreimal: ist das Blut? Mit dem dritten Hinsehen stellte
sich die Gewissheit und Entsetzen ein. Die meisten wandten sich mit
Ekel ab und ihre Gesichter schrien stummdas entrüstete Fragezeichen hinter die alles entscheidende Frage: Ist das noch Kunst?..."
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Aus einem Interview auf koerpernetz.de
"...Um 14 Uhr wird Sebastian Bieniek von zwei Männern in eine 2,40 Meter hohe Säule, mit einer Grundfläche von 40 x 70 cm gehievt. In der geschlossenen Säule gibt es eine einzige seitliche Öffnung, die seinem linken Arm angepasst ist. In der Säule bewegungslos verharrend presst er Schulter und Arm durch die Öffnung nach außen. Zwei Stunden später (16 Uhr) dreht er sich in der Säule um, presst den rechten Arm in die Öffnung und schneidet sich gleichzeitig mit einer Rasierklinge ein V in den linken Arm. Danach nimmt er wieder seine Ausgangsposition ein. Nach 4 Sunden (18 Uhr) wird er wieder herausgelassen. Täglich, vom 30. April bis zum 16. Mai 1999..." (ganzes Interview)
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Die Tageszeitung (12.10.1999)
"...Am Wochenende (und vielleicht auch noch jetzt wenn dieser Text
erscheint) war der Künstler in einem Pool voller Hackfleissch
vergraben. Nur eine Körperhälfte ragte heraus.
Sebastian Bieniek
blieb jeden Tag bis zur körperlichen Erschöpfung in diesem Pool.
Fleisch kommt zu Fleisch, und die künstlerische Hierarchie zwischen
Esser und Essen lösen sich auf. Leben wird so auf eine beindrückende
Weise ralativ..." (ganzer Artikel in besser Qualitä)
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Die Tageszeitung (06.10.1999)
"(...) Sebastian Bieniek ließ sich zwischen Saal und Straße regelrecht ausbluten. Eine drastische Aktion wider das Kleinkunstelend der ersten Performance."
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ARD (TV), Polylux (Interview in der erste Folge der Sendung)